Blended Learning in Wissenschaft und Technologie. Eine kollaborative projektbasierte Lehreinheit im Fach Experimentalphysik
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Dieser Artikel beschreibt eine wissenschaftlich-technologische Lehreinheit an der Neuen Universität Lissabon (Portugal) und ihre Entwicklung hin zu einem Blended-Learning-Format und einem auf kollaborativen Projekten basierenden konstruktivistischen Instruktionsdesign. Herzstück unserer Arbeit war die Identifizierung entscheidender Aspekte und die Formulierung von Empfehlungen bezüglich des Einsatzes von e-Learning und projektbasiertem Lernen in einer Lehrveranstaltung für Angewandte Optik, in der die Laborarbeit einen wesentlichen Bestandteil des Lehrplans darstellte.
Nachdem 2004 synchrone und asynchrone e-Learning-Tools und -Strategien (interaktive Lerneinheiten, Tests zur Selbsteinschätzung und Online-Sessions zur kollaborativen Problemlösung) eingeführt worden waren, gestalteten wir den Kurs im Jahr 2007 um, indem wir im Streben nach einem konstruktivistischen Lehr-Lern-Modell kollaborative Praxisprojekte in den Mittelpunkt rückten.
Insgesamt wurden die kollaborativen Projekte von den Studierenden, die das Sammeln von Erfahrungen in echten F&E-Situationen schätzten und die Ansicht äußerten, es vereinfache den Wissenserwerb, positiv bewertet. Die Lehrkräfte beobachteten, dass diese Lehrmethode eine stärkere Beteiligung und Eigeninitiative begünstigt. Außerdem bestätigte sich, dass sinnvoll gestaltete e-Learning-Tools und -Aktivitäten nützlich bei der Unterstützung des Selbstlernens sind: eine Voraussetzung für ein kreatives Herangehen an Laboraktivitäten und -projekte. Synchrone Online-Sessions zur Problemlösung wurden sehr geschätzt, da sie den Austausch von Software und eine immersive Fernkommunikation ermöglicht. Webforen hingegen erbrachten nicht die erwarteten Ergebnisse.
Unsere Schlussfolgerung ist, dass e-Learning und experimentelle kollaborative Aktivitäten erfolgreich kombiniert werden können, um sinnvolles Lernen zu fördern, obwohl dies viel Zeit und Aufwand erfordert. Kollaborative Projekte und reiche Lernumgebungen sind zwei Hauptmerkmale des konstruktivistischen Instruktionsdesigns und helfen den Studierenden, eine proaktive Einstellung zum Lernen zu entwickeln, da sie, statt ein geschlossenes Bündel an Informationen zu erhalten, mit vielen unterschiedlichen Ressourcen umgehen müssen, und somit Wissensmanagementkompetenzen benötigen. Darüber hinaus müssen die Studierenden ihr Wissen und ihre Kenntnisse anwenden, um das Projekt im Rahmen einer Gruppe umzusetzen. Dies impliziert die Möglichkeit, in einem dynamischen Prozess gemeinsam mit anderen zu lernen, aber auch die Erfordernis, bestimmte Ideen innerhalb der Arbeitsgruppe zu erläutern, auszutauschen und möglicherweise zu verteidigen.
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