educational artefacts
Artikel
Eine soziokulturelle Betrachtung der Kreativität für die Gestaltung von Bildungsumgebungen
30 April 2009
Die Kreativität ist schon lange ein interessantes Thema und Studienobjekt der Psychologie, die sie aus verschiedenen Perspektiven analysiert. Aus kognitiver Perspektive bemühen sich die Forscher um die Identifikation der spezifischen Prozesse und Strukturen, die an kreativen Handlungen beteiligt sind, während sie aus soziokultureller Perspektive versuchen, nachzuweisen, dass künstlerische Innovation aus gemeinsamen Denkprozessen und dem Austausch zwischen Menschen hervorgeht. Demzufolge findet Kreativität tatsächlich nicht nur innerhalb unserer Köpfe statt: Die Interaktion zwischen den Gedanken der Menschen und einem soziokulturellen Kontext ist von fundamentaler Bedeutung.
In dieser Arbeit argumentieren wir, dass es die soziokulturelle Perspektive ermöglicht, eine schlüssige und deutliche Sichtweise zu definieren, die es erlaubt, spezifische soziale Aspekte kreativer Aktivitäten zur Gestaltung von Artefakten in Beziehung zu setzen. Zunächst stellen wir MANC++ vor, ein Modell narrativer und kreativer Aktivitäten, das eine theoretische Grundlage für das Verständnis des Prozesses und der Bedingungen bietet, die individuelle und soziale Kreativität auslösen. Dann präsentieren wir zwei Vignetten aus unserer Forschungsarbeit, in denen das Potenzial von MANC++ für die Entwicklung von formalen und informalen Lernumgebungen und Bildungsartefakten zur Unterstützung des kreativen Prozesses zusammengefasst ist. Die erste Vignette bezieht sich auf die Gestaltung „aktiver Tools“ zur Förderung der Kreativität von Kindern in formalen Bildungsumgebungen. Die zweite Vignette behandelt Artefakte zur Unterstützung informaler gemeinsamer kreativer Aktivitäten für die Gemeinschaftsbildung. Anschließend diskutieren wir die Relevanz dieses Ansatzes unter Berücksichtigung neuer Formen sozialer Aktivitäten und der Entwicklung einer sich dank der Nutzung neuer Technologien schnell entwickelnden partizipatorischen Kultur.
In Gauntletts Worten bewegen wir uns von einer Kultur des „Zurücklehnens und Sich-Sagen-lassens“ zu einer Kultur des „Machens und Tuns“. Die soziokulturelle Perspektive erlaubt es uns, zu überdenken, wie Technologien von den Menschen eingesetzt werden sollten, um ihre Leistungen zu teilen, auf ihnen aufzubauen, sich inspirieren zu lassen oder sie umzuwandeln, um neue Produkte zu kreieren.
In Gauntletts Worten bewegen wir uns von einer Kultur des „Zurücklehnens und Sich-Sagen-lassens“ zu einer Kultur des „Machens und Tuns“. Die soziokulturelle Perspektive erlaubt es uns, zu überdenken, wie Technologien von den Menschen eingesetzt werden sollten, um ihre Leistungen zu teilen, auf ihnen aufzubauen, sich inspirieren zu lassen oder sie umzuwandeln, um neue Produkte zu kreieren.
The full text of this article is available in English and Spanish.The Spanish version is made possible thanks to our partner, the Organisation of Ibero-American States for Education, Science and Culture (OEI). // El texto integro de este artículo está disponible en inglés y castellano. La versión castellana ha sido posible gracias a nuestro socio, la Organización de Estados Iberoamericanos para la Educación, la Ciencia y la Cultura (OEI).


