Die Förderung der Einbindung sozialer Medien in die Berufs- und Erwachsenenbildung in Europa – das europäische „SVEA“-Projekt als Praxisbeispiel
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Social-Media-Anwendungen wie Twitter, Blogs oder Facebook spielen in unseren täglichen Privat- und Berufsleben eine immer größere Rolle. Auch viele Bildungseinrichtungen werden sich des Umstands immer bewusster, dass solche Anwendungen effektiv in ihre Lernsysteme eingebunden werden können. Allerdings nutzen gegenwärtig noch sehr wenige diese Anwendungen tatsächlich dazu, ihre Ausbildungssysteme zu modernisieren und stärker lernerorientierte Dienstleistungen anzubieten.
Um für die Vorteile sozialer Medien zu werben und damit auch ihre Annahme in den Berufs- und Erwachsenenbildungssystemen zu fördern, sind weitere gezielte Maßnahmen erforderlich. Eine solche Maßnahme könnte zum Beispiel darin bestehen, Ausbilder mit dem benötigten Know-how für die Einbindung von Web-2.0-Anwendungen in Ausbildungsmaßnahmen auszustatten und zu ihrer Verwendung im gesamten Berufsbildungssektor zu ermutigen.
Bevor die Ausbildung in der Verwendung von Web-2.0-Anwendungen jedoch effektiv entwickelt werden kann, müssen sowohl die Hemmnisse bezüglich ihres Einsatzes als auch die Bedürfnisse der Nutzer verstanden werden, die bei der Entwicklung neuer Ausbildungsmethoden, die Social-Media-Anwendungen integrieren, zu berücksichtigen wären. Dieser Artikel umreißt die Hindernisse und Herausforderungen, aber auch die Chancen des Einsatzes der Web-2.0-Tools, die die Entwicklung stärker kollaborativ ausgerichteter und lernerorientierter Berufs- und Erwachsenenbildung gegenwärtig beeinflussen.
Der Beitrag zeigt, dass lernerorientierte Ausbildungselemente, etwa eine kollaborative Online-Ausbildungsplattform, in Kurssysteme integriert werden und die Funktionen bieten können, die benötigt werden, um Lernern wie Ausbildern zielgerichtete Dienstleistungen zu bieten und das lebenslange Lernen in Europa zu unterstützen. Darüber hinaus wird beschrieben, wie maßgeschneiderte Ausbildungsmodule entwickelt werden, die Ausbildern und Lehrkräften an Berufs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen dabei behilflich sind, die Verwendung von Social-Media-Tools in ihren Kursen einzuführen.
Der Artikel basiert auf den ersten Ergebnissen des SVEA-Projekts nach einer regionalen Analyse der Einbindung sozialer Medien in Berufs- und Erwachsenenbildungssysteme in Europa. Diese Analyse wurde in fünf europäischen Regionen durchgeführt: Baden-Württemberg (Deutschland), Flämisch Brabant (Belgien), Extremadura (Spanien), Piemont (Italien) und Wales (Vereinigtes Königreich).
SVEA wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen über das Leonardo da Vinci-Programm finanziert.
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