Informales Lernen und der Einsatz des Web 2.0 in KMU-Weiterbildungsstrategien
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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben besondere Bedürfnisse, wenn es darum geht, sich den Herausforderungen ihres täglichen Betriebs zu stellen; etwa 10 % geben mangelnde Kompetenz als Wachstumshürde an und stellen dabei die Verbindung zwischen Weiterbildung und Nachhaltigkeit heraus. Für die Aktualisierung ihrer Kompetenzen benötigen Mitarbeiter von KMU Zugang zu adäquaten Bildungsgelegenheiten und neuen Technologien — vor allem E-Learning —, die durch die Verwendung von Web 2.0-Anwendungen zur Verbesserung der gemeinsamen Nutzung des Wissens (Knowledge Sharing), des kulturellen Austausches und der Netzwerkarbeit führen.
Das Lernen unter Verwendung von Web 2.0 (E-Learning 2.0) erfolgt auf Grundlage von Werkzeugen, die eine einfache Erstellung von Inhalten mit ihrer Verteilung über das Internet (Web Delivery) kombinieren. Beim E-Learning 2.0 ist der Arbeiter die treibende Kraft, da die Inhalte von einzelnen Nutzern oder Nutzergruppen erstellt werden können. Durch die Verwendung der bekannten Web 2.0-Werkzeuge (Wikis, soziale Netzwerke, Bookmarks, Blogs usw.) kann jeder zugleich Lernender und Lehrer sein, da die Barrieren der IKT-basierten Schulung wegfallen. Mit der klaren Fokussierung auf die Gemeinschaft ist das E-Learning 2.0 ideal für KMU geeignet, da es natürliche informale Lernvorgänge unterstützt, indem es die mit dem Arbeiten und Lernen in der Gruppe zusammenhängenden Aufgaben vereinfacht.
Auch Praxisgemeinschaften (CoP) können für KMU ein leistungsfähiges Instrument für Innovation und die Entwicklung neuer Kompetenzen sein, da sie sich aus freiwilligen Mitgliedern zusammensetzen, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen, regelmäßig interagieren, von- und miteinander lernen können und ihre Befähigung zur Auseinandersetzung mit den sich ihnen stellenden Herausforderungen verbessern wollen.
In dieser Arbeit fassen wir zunächst die gegenwärtigen Weiterbildungsbedürfnisse und die in den KMU zur Anwendung kommenden Lernmethoden zusammen und umreißen die Web 2.0-Funktionen, die zur Erfüllung dieser Bedürfnisse dienen könnten. Im Anschluss erörtern wir, ob Praxisgemeinschaften eine geeignete Umgebung für das informale Lernen in KMU darstellen. Schließlich zeigen wir anhand eines Beispiels, wie informales Lernen und CoP Kompetenzen in KMU effizient verbessern können.
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